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Wiesmair und Harland laufen in Deutsche Spitze Äußerst erfolgreich kehrte die kleine PSV-Mannschaft von den Deutschen Halbmarathonmeis-terschaften im schwäbischen Calw zurück. Bestzeiten für jeden PSV-Starter sowie gute Platzierungen zeichnen die Bilanz der Nordhessen. Temperaturen von 5°C und ein wenig Sonnenschein lockten die Starter des Männerfeldes pünktlich um 9.30 an die Startlinie. 2 kleine und 4 große Runden auf einem leicht welligen Kurs rund um den schwäbischen Hochschulort Calw waren von den Teilnehmern zu absolvieren. Die Vorbereitung der PSV-Akteure war voll auf die Deutschen Halbmarathon-Meisterschaften ausgerichtet und verlief nahezu optimal. So konnten die Vorgaben der Trainer W. Aufenanger und Jürgen Stephan punktgenau umgesetzt werden. Diese wichtigen Erfahrungen sollten sich für die Langstreckenläufer auszahlen. Als schnellster Nordhesse konnte sich der nunmehr in Wiesbaden wohnhaft Harland in Szene setzen. Von Beginn des Rennens an etablierte sich der Dipl. Verwaltungswirt in einer der vorderen Gruppen des Feldes und lief ein sehr gleichmäßiges Rennen. Die 10-Kilometer-Marke wurde in knapp unter 32 min durchlaufen, was bereits auf eine neue Bestzeit schließen ließ. Im weiteren Rennverlauf kristallisierte sich eine 5er-Gruppe heraus, deren Mitglied der Kasseler Läufer bis Kilometer 18 war. Ähnlich erging es den weiteren PSV-Läufern: Timm Eberwein, Markus Jahn und Julian Flügel konnten große Teile des Rennens in einer Gruppe laufen. Gegen Ende des Rennens war allerdings jeder PSV-Läufer weitestgehend auf sich gestellt. Der Kampf gegen die Uhr und die stark zunehmende Ermüdung in den Waden charakterisierten die letzten Kilometer. Der gebürtige Langenbieberer Markus Jahn verbesserte seine Bestzeit, die er im letzten Jahr bei den Hessischen Meisterschaften aufgestellt hatte, um 20 Sekunden. Er platzierte sich damit als 30. ein einem starken Männerfeld. Der Maschinenbaustudent, der seit 2 Jahren seinen Wohnsitz in Kassel hat, zeigte sich mit seiner Leistung zufrieden. Stehen doch in der Regel kürzere Wettkämpfe und Trainingseinheiten auf dem Programm des Mittelstreckenläufers. Der zweite Wiesbadener im Bunde, Julian Flügel, zeigte an diesem Tag ebenfalls eine ansprechende Leistung. In seinem zweiten Halbmarathon steigerte er sich auf 1:11:31 h und belegte mit dieser Leistung einen guten 12. Platz in der Juniorenwertung. Die Vorbereitung ist vollkommen auf das Mini-Internationale Abendsportfest in Koblenz Ende Mai ausgerichtet. Hier möchte Flügel seine Bestzeit über 5000m deutlich pushen. Diese steht derzeit bei 14:52'. Jörn Harland, Markus Jahn und Julian Flügel konnten mit einer Zeit von 3:30:05 h einen guten 6. Platz in der Mannschaftswertung belegen. Sichtlich zufrieden über ihren Erfolg fiel das Fazit der drei Grünen aus: "Auf diesen Erfolg haben wir lange hin trainiert. Die tägliche Disziplin und der ständige Ehrgeiz haben sich ausgezahlt. Es ist schön die Früchte seiner Arbeit ernten zu können." Dies konnte auch Timm Eberwein von sich behaupten. Der Harleshäuser lief überhaupt erst seinen zweiten Halbmarathon und dann gleich eine fulminante Zeit von 1:14:43 h. Als Ursache für seine star-ke Vorstellung zieht er die Ausweitung seines Trainingsumfangs heran. Wöchentliche Umfänge von 120 Kilometer bildeten neben Athletik und Intervalltraining die Grundlage für das erfolgreiche Halbma-rathontraining. Die erfolgreiche Mannschaft des PSV komplettierte auf der Frauenseite Stefanie Wiesmair. Die Bad Salzungerin trainiert für den Mitte Mai stattfindenden Rennsteigmarathon. Die Teilnahme bei den Deutschen Halbmarathonmeisterschaften während der Marathonvorbereitungen stand zunächst nicht auf dem Wettkampfprogramm der Dipl. Kauffrau. Dementsprechend gering waren auch die Erwartun-gen als um 11.00 Uhr und bei leichtem Nieselregen der Startschuss fiel. Wiesmair orientierte sich bereits
zu Beginn des Rennes im vorderen Frauenfeld. Die 10km wurden für
sie in 36:30' gestoppt, was gleichzeitig eine neue persönliche Bestzeit
bedeutete und dies in einem Halbmarathon. Während des weiteren Rennverlaufs
kämpfte die Thüringerin mit ihrer Widersacherin Birgit Bohn
(Spiridon Frankfurt) um den Titel der besten Hessin. In 1:19:57 h hatte
sie zwar das Nach-sehen im direkten Duell, dafür aber einen ausgezeichneten
11. Platz in der Frauenwertung errungen. Wiesmair äußerte sich
im Ziel erschöpft, aber zufrieden: "Die letzten Kilometer waren
sehr hart. Der Rennbeginn war vielleicht etwas flott, aber dafür
ist diese tolle Zeit herausgekommen."
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