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Zwei Hessinnen
bei der EPM Cross in Frankreich
Am Sonntag, den 16.03.08 fanden
in Vichy/ Frankreich die 13. europäischen Polizeimeisterschaften
im Cross statt.
Die deutsche Polizei reiste mit zwei vollbesetzten Teams von jeweils sechs
Frauen und sechs Männern an. Jörn Müller ( Baden Württemberg)
und Jörn Durst ( Thüringen) betreuten das Team.
Unter ihnen vertraten die PSV-lerin Ellen Weber ( IV. BPA, BFE 48) und
Sonja Reiser ( PP Frankfurt, K 34) die hessischen Farben. Sie qualifizierten
sich über zwei Sichtungslehrgänge im Dezember und Februar und
ein Ausscheidungsrennen. Anfang März bei den offenen deutschen Crossmeisterschaften
in Ohrdruf/ Thüringen für die EPM.
Nach einer langen Anreise am
Freitag freute man sich auf ein Bett und war fast geschockt als dem dt.
Team das maximal 10m² große Zimmer mit Etagenbett, Waschbecken
und Dusche präsentiert wurde. Einen Schrank im eigentlichen Sinn
gab es nicht, dafür aber Einheitstoiletten auf dem Gang.
Direkt an der Unterkunft grenzte der Park mit der Wettkampfstrecke an.
Das war optimal für die Sportler.
Nach einer sehr stürmischen
und regnerischen Nacht zeigte sich Vichy am Wettkampftag nicht sehr freundlich.
Trotzdem waren alle Athleten hoch motiviert.
Um 15 Uhr gingen 70 Frauen auf die 5,4 km lange Crossstrecke. Diese war
durch tiefe Wiesenstücke, härtere Parkwege, kleine Hügel
und zwei Brückenüberquerungen gespickt.
Schon kurz nach dem Start war klar, dass die Läuferinnen aus den
östlichen Ländern, die auch international an den Start gehen,
eine Übermacht darstellen.
Nichts desto trotz lief das dt. Team mutig an und platzierte sich im vorderen
Starterfeld, angeführt von Sandra Beck (Sachsen), Melanie Schulz
(Bundespolizei), gefolgt von Kristina Schmacher (Bundespolizei). Ellen
Weber, zu diesem Zeitpunkt vierte dt. Frau, und Sonja Reiser, zu diesem
Zeitpunkt sechste dt. Frau, befanden sich ebenfalls unter den ersten 30
Läuferinnen.
Bei der Hälfte der Renndistanz setzten bei Ellen Weber plötzlich
starke Seitenstiche ein, so dass sie leider ihr Tempo und ihr Platzierung
nicht mehr halten konnte und am Ende 34. Frau wurde.
Sonja Reiser jedoch konnte sich stabilisieren und immer weiter nach vorne
arbeiten.
Am Ende wurde sie 24. Frau. Julia Wahnig ( Niedersachsen) belegte als
fünfte Frau den 28. Platz.
Mit Spannung wurde nun die Mannschaftswertung erwartet, wobei die Gold-
und Silbermedaille bereits für die Ukraine und Russland vergeben
waren.
Mit großer Freude wurde dann das Ergebnis verkündet und die
dt. Mädels sicherten sich mit 12 Punkten Vorsprung vor England die
Bronzemedaille.
Beste deutsche war Sandra Beck auf Platz 13, dann kam Melanie Schulz auf
15 und Kristina Schumacher auf 17.
Um 15.54 Uhr fiel der Startschuss
der 105 angetretenen Männer, die sich gleich zweimal über den
Parcours quälen mussten.
Das Zugpferd im deutschen Team übernahm hier der Laufoldie aus Niedersachsen
Thomas Bartholome, gefolgt von Christian Biele (Thüringen), Jens
Bormann (Sachsen),
Thomas Röper (Brandenburg), Thomas Langer (Bayern) und Oliver Uhlig
(Sachsen).
Auch hier war der Osten Europas wieder eine Klasse für sich.
Besonders deutlich wird dies an der Ukraine, deren vierter Läufer
als insgesamt sechster über die Ziellinie lief.
Trotz eines starken Rennen aller Athleten, die immer wieder versuchten
den Läufer vor sich zu überholen, reichte es am Ende nicht zu
einer Medaille und man musste sich mit dem vierten Platz begnügen.
Die Goldmedaille ging an die Ukraine, Silber an Russland, Bronze an England.
Im Einzelnen belegten die Männer folgende Platzierungen: Bartholome
9, Biele 14, Bormann 21, Röper 27, Langer 37 und Uhlig 44.
Man muss aber zu beiden Rennen
sagen, dass die Ergebnisse sehr stark sind. In den letzten beiden Jahren
hat die Qualität der Teilnehmer besonders aus den östlichen
Ländern stark zugenommen und immer mehr international bekannte Spitzenläufer
werden dort über die Polizei gefördert und stehen somit bei
so einer Veranstaltung mit am Start!
Aus diesem Grund braucht man sich mit diesen Leistungen vor niemand zu
verstecken und es zeigt, dass Deutschland im Laufbereich der Polizei immer
ein Wort mitzureden hat!
Die Abschlussfeier mit den
Mannschaftssiegerehrungen fand direkt in Vichy mit einem traditionellen
langen französischen Essen und Rotwein statt.
Das Ambiente stimmte, für das leibliche Wohl war gesorgt, der DJ
sorgte für gute Stimmung und so stand einem schönen Abschlussabend
nichts mehr im Weg.
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