PSV mit sechs Titel erfolgreichstes Team bei Hessischen Crossmeisterschaften in Breuna
Männer und Frauen-Teams Hessenmeister


Über 600 Teilnehmer zeigten durch ihre Teilnahme, dass der Crosslauf ein wichtiger Bestand während der Vorbereitung auf die Freiluftsaison.darstellt.
Erneut werden die Athleten des PSV Grün-Weiß Kassel erfolgreichstes Team in Hessen.
Die sechs Titelträger für den PSV Grün-Weiß Kassel sind: Jürgen Austin-Kerl in der M 35, Jürgen Wagner, in der M 40, Monika Wöhleke in der W 50 und die Teams der Männer-Langstrecke (Jörn Harland, Jürgen Austin-Kerl und Matthias Musick), der Frauen (Stefanie Wiesmair, Ellen Weber und Monika Wöhleke) und der Oldies über M 60 (Helmut Schulhauser, Klaus Kropsch und Theo Hohmann).
Dazu gesellen sich die Podiumsplätze von Helmut Schulhauser und der Teams M 30/35 (Jürgen-Austin-Kerl, Marcus Bezold und Klaus Brantsch), der M 50/55 (Martin Simon, Alfons Schmid und Uwe Westfahl).
Die Vorbereitung ging einmal wieder auf. Die im Januar und Februar durchgeführten Wettkämpfe dienten der Vorbereitung auf die Landesmeisterschaft, auch die Trainingsmaßnahmen, wie das traditionelle Trainingslager in Portugal waren wieder einmal zielführend.
Der Parcours mit der wahlweisen Zusammensetzung einer kleinen und großen Runde, mit einer Eröffnungsrunde auf dem Sportplatz, machte die Veranstaltung nicht nur für die Zuschauer interessant. Er motivierte auch augenscheinlich die Wettkämpfer.
Bereits beim Mittelstreckenlauf zeigten sich Daniel Anbau, Christian Behrendt und Matthias Knoff hoch motiviert. Das Rennen wurde von Marco Kornrumpf und Julian Flügel (beide LG Baunatal/Fuldabrück) dominiert. Die letztlich über die 3800m Distanz auch den Zieleinlauf unter sich ausmachten.
Aber 800 m Spezialist Daniel Anbau stellte seine gesteigerten Ausdauerfähigkeiten unter Beweis. Sein neunter Platz fand dann auch bei den Betreuern Anerkennung. Christian und Matthias unterstützten sich gemeinsam und kamen als 19. und 20. in das Ziel,
In der Teamwertung rutschten die Drei als Vierte knapp am Podestplatz vorbei.
Bei der Männlichen Jugend A, auf derselben Distanz, hatte sich Uwe Messerschmidt nach einem guten Traininglager mehr erhofft als den 23. Platz. "Es hat mir viel Spaß gemacht. Mit der Platzierung bin ich nicht zu frieden. Ich kann mehr. Jetzt bin ich bereit zu größeren Trainingsanstrengungen, " zog der Söhrewälder ein durchaus kritisches Fazit.
Bei den Frauen ging es über eine 4,8 km Distanz. Die Grün-Weißen waren Titelverteidiger. In Trebur vor Jahresfrist vervollständigte noch Stefanie Struschka das Team. Diesmal musste die Wiesbadenerin leider aufgrund einer Badmintonverpflichtung in der zweiten Bundesliga absagen. Die kritische Frage war dann, würde Monika Wöhleke, nach einer längeren Verletzungspause, diese Lücken schließen können? Mit Veronika Ullrich (LG Heusenstamm-Neu-Isenburg) stand die große Favorit vor dem Start bereits fest. Sie siegte dann doch klar nach 18:12 Minuten. Aber dahinter kämpften die PSVerinnen um jeden Platz. Stefanie Wiesmair im direkten Kampf mit der ehemaligen deutschen Marathonmeisterin Ines Cronjäger zeigt sich wie gewohnt von der aggressiven Seite. Bis in die Schlussrunde bestand der Kontakt. Stefanie gab alles und es reichte zum vierten Platz nach 19:20 Minuten "Der Wettkampf verlangte alles ab. Ich bin aber für die kommende Deutsche Crossmeisterschaft in Ohrdruf auf dem richtigen Weg, " blickte die Dipl. Kauffrau aus Bad Salzungen direkt nach dem Ziel schon wieder nach vorn. Multitalent Ellen Weber verbesserte sich gegenüber dem letzten Jahr um zwei Plätze auf den fünften. Die Landesmeisterin über 1500 m ließ dann gegenüber der Presse schnell einen Kommentar los:"Oh, bin ich kaputt. Leider hatte ich in den letzten Tagen einige gesundheitliche Probleme. Der Abstand zur Spitze wird immer geringer! Ich freue mich über diese Entwicklung!"
Als beide im Ziel waren, orientierten sie sich auf Monika Wöhleke. Würde sie Stefanie Struschka ersetzten können? Mit dem vierten und fünften Platz war die Basis für eine gute Teamleistung gelegt. Und die Monika kämpfte, sie wusste um die Situation. Die Fünfzigjährige schonte sich nicht. Sie gab alles für das Team. Ehemann Gisbert war schier aus dem Häuschen und dies teilte er mit den Teamkameradinnen. Denn Monika kam nach 21:21 Minuten, nicht nur als überraschende 13. ein, sondern gewann somit die W 50 mit über 3 Minutenvorsprung und vervollständigte den Teamerfolg mit 22. Punkten vor der LG Eintracht Frankfurt. "Das ist kaum zu glauben. Als Oldie gewinne ich nochmals eine Landesmeisterschaft. Die Strecke lag mir. Jetzt wird erstmal gefeiert, " sprach`s und trank einen warmen Tee.
Die Männer-Langstrecke, im letzten Jahr eine klare Angelegenheit für das PSV-Team, mit einem überragenden. Jürgen Austin-Kerl., versprach in Breuna durch die Teilnahme von Nick Ehrhard /Skill 04 Frankfurt und dem deutschen Vizemarathonmeister Philipp Büttner (Friedberg-Fauerbach) einiges an Spannung.
An diesem Tag waren die beiden Athleten der nationalen Spitze für die PSV-Aushängeschilder Jörn Harland und Jürgen Austin-Kerl nicht zu knacken.
Bestimmte in den ersten Runden der Hauptfeldwebel aus Fuldatal die Entwicklung an der Spitze, übernahmen plötzlich nach der Hälfte der Distanz die beiden Südhessen das Heft des Handelns in die Hände.
Der Titelverteidiger bedauert später im Ziel, dass er wohl gesundheitlich in den letzten Tagen nicht auf der Höhe war. Insider vermuteten aber auch, dass der Crosssieg bei den Nordhessischen Titelkämpfe vor Wochenfrist einige "Körner". gekostet haben "Ich muss heute die Überlegenheit der beiden anerkennen. Sehr wohl motiviert mich der heutige Tag für die kommenden Ereignisse. Ein klares Ziel wird nun die Teilnahme am E.ON Mitte Kassel Marathon sein, " äußert sich ein sichtlich enttäuschter Jürgen Austin-Kerl.
Jörg Harland zeigte ein starkes Rennen, deutlich war ihm aber der Respekt vor den Mitstreitern anzumerken. Seine Trainingsentwicklung lief in den letzten Wochen gradlinig nach oben. In der letzten Runde machte er einen geringen Rückstand zu seinem Vereinskameraden wett und lief auf den dritten Platz. "So richtig bin ich noch nicht zufrieden, obwohl ich meinen Leistungsanstieg verspüre. Toll, das Matthias Musick als dritter Mann noch unseren Teamerfolg möglich machte, klang es dann doch versöhnlich vom Gelnhäuser. Tatsächlich entpuppe sich der kurzfristig nachgemeldete Matthias Musick als Jogger. Als die Punkte zusammengezählt waren, entpuppte sich sein 19. Platz gewinnbringend für die Teamwertung. "Nach fast zweijähriger Verletzungspause habe ich heute viel Spaß am Kampf mit dem Gelände und Gegnern. Mein größter Wunsch ist nun endlich einmal einen längeren Zeitraum verletzungsfrei zu bleiben, " fasst Musick seinen größten Wunsch in Worte.
Auch Marcus Bezold, Klaus Brantsch und Matthias Jahnke sprangen erst sehr spät auf den Meisterschaftszug. Das Team M30/35 haderte etwas mit dem Schicksal, da zum Erfolg lediglich zwei Punkte fehlten. Die hatte nämlich Skill o4 Frankfurt weniger auf dem Konto. Markus Bezold als Vierter in der von Jürgen Austin-Kerl gewonnen Einzelwertung der M 35 fasste die Stimmung der anderen zusammen:" Der Cross hat immer etwas besonderes. Wenn nur ein geringer Trainingsrückstand zu verzeichnen ist, machte sich dies scherenhaft in der Platzierung bemerkbar. Es hat aber Spaß gemacht. Ich werde nun auch die Vorbereitung für den E.ON Mitte Kassel Marathon angehen und da geht es erneut um die Landesmeisterschaft."


Das Pech schien dem PSV in der M 40/45 Klasse buchstäblich an den Füssen zu kleben. Von sechs gemeldeten Athleten mussten innerhalb von zwei Tagen fünf (Guido Hermes, Peter Dallmann, Jost Wesemüller, Reiner Gutschank, Dr, Thomas Reidick) aus den unterschiedlichsten Gründen absagen. Letztlich blieb Jürgen Wagner als Alleinstarter übrig. Den drahtige Polizeikommissar aus Wetzlar schien dies zu beflügeln. Auf der 7450 m Distanz bestimmte er mit Thorsten Kramer (LG Eder) in seiner Altersklasse das Geschehen. Einer Tempoverschärfung in der letzten Runde konnte Kramer nichts entgegen setzen. Jürgen Wagner lief bei seinem ersten Start in der M 40 die Landesmeisterschaft nach Hause. "Was soll ich sagen. Das Trainingslager in Portugal hat angeschlagen. Schade, dass der sicher Titel in der Teamwertung nicht zu Stande kam, " antwortete er auf die Frage des Moderators.

Ausgerechnet beim Abschlusstraining zog sich Wilfried Kahl einen Muskelfaserriss zu und fiel für das M 50/55 Team aus. Das wurde die Stunde von Uwe Westphal, der nun in die Lücke sprang. Martin Simon und Alfons Schmid, die im letzten Jahr noch mit Kahl den Titel gewannen waren sich über die Schwere der Aufgabe im Klaren. Innerhalb von fünf Sekunden liefen der Borkener und der Bayerwalder unter die Top-Ten über die Ziellinie. Die Plätze 8 und 10 ergänzte Westphal mit einem für Ihn kämpferischen Lauf auf Platz 19. Damit sicher er den dritte Platz und damit den Sprung aufs Podest. Ein unauffälliges Rennen als Neunter der M 55 zeigte Wilfried Ebhardt. Der Regierungsamtmann sicherte damit die Teamplatzierung ab.
Das Sahnehäubchen war einmal mehr das Team M 60/65 mit einer erfolgreichen Titelverteidigung .Diese war so nicht unbedingt erwarte worden. Der Mittelstreckler Helmut Schulhauser entpuppte sich als Dritter der M 65, es siegte der Deutsche Meister Schäfer aus Wiesbaden, als stärkster PSVer.
Klaus Kropsch als fünfter in der M 60 und der auf demselben Platz in der M 65 einkommende Theo Hohmann ließen ihre Dauerrivalen von der LG Soden/Neuenhain, mit Klaus Wagner. keine Chance. Für die Teammoral sprachen auch die Leistungen von Günter Siebrecht und Dittrich Taenzer, die als Sechster bzw. 12. in ihren Altersklassen wertvolle Punkte absicherten.
Wie sagte dann doch Klaus Kropsch: "Jetzt kann Ohrdruf kommen! Wir sind topfit und auf eine Medaille bei den Deutschen Crossmeisterschaften vorbereitet!"
Bleibt noch dem Ausrichter TSV Breuna und TSV Niederelsungen ein dickes Lob für eine ausgezeichnete Darbietung der Hessischen Crossmeisterschaften auf dem und um das Sportplatzgelände in Breuna zu zollen.
So macht es auch für den Zuschauer Spaß Leichtathletik zu verfolgen.

Die näheren Ergebnisse können unter www.HLV-Kreis-Kassel.de nachgelesen werden.

 

 

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