Jürgen Austin-Kerl beim größten deutschen Sylvesterlauf zweiter
Stefanie Wiesmair gewinnt in Meiningen

Zum Jahreswechsel nahmen die Ausdauersportler bei zahlreichen Silvesterläufern Abschied vom alten Jahr.
Beim mit 8134 Teilnehmern größten deutschen Lauf, dem 25 Internationalen Silvesterlauf von Werl nach Soest über 15 km gewann zum fünften Mal in Folge der Dortmunder Ansgar Varnhagen nach 46:47 Minuten.
Einen glänzenden Eindruck hinterließ der PSVer Jürgen Austin-Kerl, mit 47:20 Minuten als Zweiter vor dem Niederländer Epos Baart (48:27 Minuten).
Varnhagen suchte die Entscheidung bei 12 km, als er mit einem energischen Zwischenspurt etwas Distanz zwischen sich und Austin-Kerl legte.
"Nach einer längeren Trainingspause bin ich angenehm überrascht in diesem Klassefeld schon so mithalten zu können", sprudelte es aus dem 36jährigen Hauptfeldwebel im Ziel heraus.
Der 25jährige Matthias Musick teste sich nach einer längeren Wettkampfpause und war mit seinem 22. Platz in 52:22 Minuten äußerst zu frieden.
Neben dem Sport stand bei der Veranstaltung der gute Zweck im Vordergrund. Der gesamte Erlös dieser Veranstaltung in Höhe von 50000   geht an den MS-Kontakt im Kreis Werl-Wickede, dem Frauenhaus in Soest und dem Waisenhausprojekt "Sommerland. In den 25 Jahren haben die Veranstalter bei den Silvesterläufen insgesamt 950.000   für karikative Einrichtungen gesammelt.

Beim Silvesterlauf in Meiningen/Thüringen stellten sich Stefanie Wiesmair und Matthias Knoff dem Starter. Im 10 km Renen ließ die 26jährige Wiesmair nie einen Zweifel, dass sie sich nach 2005 erneut den Sieg holen wird. Der beträchtliche Vorsprung von neun Minuten vor der Zweitplatzierten mit 38:36 Minuten demonstrierte ihre Ausnahmestellung. "Eigentlich bin ich überrascht. Nach einem beruflichen Wechsel habe ich erst spät mit dem Grundlagentraining begonnen. Wie man sieht, es hat offensichtlich nicht geschadet. Im portugiesischen Trainingslager des PSV im Februar hoffe ich einen weiteren Sprung zu machen, " blickte die Thüringerin bereits auf die weitere Trainingsentwicklung.
Matthias Knoff, der zu nächst mit Stefanie noch gemeinsam anlief, platzierte sich mit für ihn respektablen 38:18 Minuten auf dem zehnten Platz.

Für Alfons Schmid (PSV Grün-Weiß Kassel) hat es nun schon Traditionl beim größten österreichischen Silvesterlauf in Peuerbach teilzunehmen. Überlegener Sieger im Elitelauf vor starker kenianischer Konkurrenz wurde der österreichische Spitzeläufer Günter Weidlinger. Im Rennen derAltersklassen genoss Schmid die intensive Silvesterstimmung. In der Klasse M 50 begnügte er sich daher auch als Fünfter in 40:47 Minuten. "Heute habe ich mir die nötige Motivation geholt für das weiter konzentrierte Training auf den Kassel-Marathon, " machte der Grafenauer auch am letzten Tag des Jahres für das nordhessische Highlight 2007 Werbung.

Ebenfalls Dauersiegerin bei einem Silvesterlauf ist die 49jährige Monika Wöhleke (PSV Grün-Weiß Kassel). Beim 100 jährigen Vereinsjubiläum der MTV Vernawahlshausen wurde der Frauenlauf über 13,5 km für die kleine Kämpferin erneut zu einem Triumphlauf. Von Anfang an ließ sie keinen Zweifel aufkommen, wer erneute Siegerin werden würde. "Die Zeit spielte heute keine Rolle. Ich genieße einfach die familiäre Atmosphäre um das Organisationsteam von Eduard Lange. Heute war es mein letzter Sieg in der W 40, " blickte die grün-weiße Kämpferin etwas wehmütig auf dieses Event im nördlichsten hessischen Zipfel zurück. Bleibt Monika Wöhleke im kommenden Jahr gesund, so wird sie in Deutschland zu den Topathletinnen in der W 50 zählen.

Mit dem Silvesterlauf in Ziegenhain beendet der 51jährige Martin Simon ein "durchwachsenes Jahr" In der Gesamtwertung über 8,1 km kam der kleine Borkener als 30 von 181 Läufern ins Ziel. In seiner Altersklasse kam er als Zweiter nach 33:43 Minuten. Neidlos erkannt er die tolle Leistung von Reno Gerecitano (TUSPO Borken) an, der nach 28:50 Minuten einen außergewöhnlichen sechsten Platz in der Gesamtwertung belegt.
Martin Simons erste Reaktion: "Der Trainingsaufbau läuft gut, es geht voran!" Damit spekuliert er auf den Kassel-Marathon, bei der er mit seinen Alterklassenpartner der M 50 Wilfried Kahl und Alfons Schmid ein Platz auf dem Treppchen bei den Landesmeisterschaften ins Auge gefasst hat.

 

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