|
Guido Hermes in Istanbul mit dem Team auf Bronzeplatz Das
hat keiner erwartet: Zur Ankunft in Istanbul blies den Teilnehmern an der
Polizeieuropameisterschaft im Marathon aus 24 europäischen Nationen bei
leichtem Schneefall ein scharfer Nordostwind kräftig in die Gesichter. Am
Wettkampftag dann plötzlich ein sonniger Tag mit einem kräftigen Wind
bescherte bessere Wettkampfbedingungen Das
besondere an dem Istanbuler Lauf ist der Start und der Lauf über die
Bosporusbrücke, von Asien nach Europa. 40 Kenianische Läufer und
einige starke europäischen Athleten nahmen den Kampf um die beachtlichen
Geldprämien auf. Innerhalb des 28.Eurasia Marathons trugen die europäischen
Polizisten ihre Titelkämpfe aus. Nach den ersten acht komplizierten
Kilometer, bei denen 80 Höhenmeter zu überwinden waren, hatte sich auch
das deutsche Team gefunden. Die
Männer der deutschen Polizei unterstützten sich während des gesamten
Rennens. Der PSV Guido Hermes nahm sein Amt als Athletensprecher äußerst
ernst. Nach der Halbmarathondistanz, die nach 1:14:05 Stunden passiert
wurde, zog er insbesondere den Hannoveraner Thomas Bartholome auch über
den letzten Anstieg durch eine Brücke über das Goldene Horn mit. Die
Gleichmäßigkeit war kaum zu überbieten. Die zweite Hälfte legt die
beiden in 1:14:40 Std zurück. . „Heute war das Team der Star“, äußerte
sich der 41jährige in Anlehnung an das Wir-Gefühl bei der Fußball-WM.
Auf Platz 10, als bester Deutscher, landete der Leipziger Volker Fritzsch,
der sich nach einem Fußbruch im Frühjahr bei den deutschen
Crossmeisterschaften wieder rechtzeitig in Form brachte. Dann wurden die nächsten
drei Plätze von der deutschen Armada belegt. Ähnlich
sah es bei den Frauen aus, denn bis 25 km blieben Eva Scheu, Nadine
Holzinger und die Obervorschützerin Yvonne Conrad zusammen. Lediglich die
Wiesbadenerin Andrea Apel schien nach ihrem Einsatz bei der Triathlon-EM
der Polizei Probleme zu haben. Erst dann musste Conrad
reißen lassen. Die Abstände veränderten sich bis zum Ziel noch
gering. Holzinger und Scheu überquerten nach 3:01:41 Stunden
gemeinsam die Ziellinie. Bestleistungen für Holzinger und Conrad zeugten
von der guten Vorbereitung. Für
die Fachwartin im DPSK, Heide Hillebrecht aus Niedersachsen, war
es ebenso wie für Trainer Winfried Aufenanger ein letzter gemeinsamer
Auftritt. bei Polizeieuropameisterschaften. Zwölf
Wochen gezielte Vorbereitung mit acht äußerst motivierten Polizeibeamten
brachte eine aus deutscher Sicht außergewöhnliche Teamleistung zustande.
Die Männer kamen innerhalb von 1:30 Minuten ins Ziel. Die
Ukraine mit ihren überragenden nationalen Spitzenathleten beherrschte das
Läuferfeld. Mit zwei Bronzemedaillen durch eine bisher noch nie gesehene
geschlossene Mannschaftsleistung erfreute auch den Delegationsleiter Fred
Kosserow aus Berlin, so sehr, dass er spontan die Zusage für den
Kassel-Marathon für eine Marathonstaffel gemeinsam mit dem
Sportbeauftragen der Hessischen , Polizei Polizeidirektor Peter Schmidt, abgab
und nun suchen beide noch leistungsstarke Bürger zur Vervollständigung
der Bürger/Polizeistaffel. Auch die erfolgreichen Athleten werden in
Kassel in zwei Staffel an den Start gehen Eine
würdige Polizeieuropameisterschaft stand auch unter der Diskussion des
Beitritts der Türkei nach Europa. Wenn es nach der Gastfreundschaft und
der organisatorischen Leistung der Istanbuler Polizei gehen würde,
brauchte die Türkei keinen Vergleich mit irgendeinem europäischen Land
zu scheuen. Ergebnisse: Männer 1.
Naumov
Ukraine
2:12:59 Std. 2.
Musinschi
Moldavien 2:15:06
Std. 3.
Kerimov Russland
2:18:35 Std. 10.
Fritzsch
Leipzig
2:27:19 Std. 11.Hermes
Kassel 2:28:47 Std. 12.
Bartholome
Hannover
2:28:49 Std. 13.
Langer
Memmingen 2:29:15 Std. Männer
Teams
Frauen 1.
Poltavksa
Ukraine
2:40:42 Std. 2.
Vernyhor
Ukraine
2:47:47 Std. 3.
Howard
Großbritannien 2:53:13
Std. 10.
Scheu
Nürnberg
3:01:41 Std. 11.
Holzinger
Stuttgart
3:01:41 Std. 12. Conrad Kassel 3:06:31 Std. 15.
Apel Wiesbaden
3:11:48 Std. Frauen
– Teams
2.
Frankreich
9:03:49 Stunden 3.
Deutschland
9:09:53 Stunden
|
||||