Ellen Weber 17:54,9 Minuten über 5000 m
Zahlreiche Jahresbestleistungen in Niestetal

Die Niestetaler Laufserie scheint einen Pakt mit dem Wettergott geschlossen zu haben. Auch beim dritten Teil der Ausdauerserie über 5000 m  fanden die zahlreich angetretenen Athleten erneut optimale Bedingungen vor: Windstille und für Ausdauersportler optimale Laufbedingungen um 15 Grad, ließen serienweise  Jahresbestleistungen zu. Kurz nach den Berglaufmeisterschaften nutzten erneut zehn PSVer die Startmöglichkeit.

Das Glanzlicht setzte aus grün-weißer Sicht bei den Frauen Ellen Weber. Die Landesmeisterin über die 1500 m hat offensichtlich vor den längeren Strecken keinen Respekt. Zu nächst übernahm sie couragiert die Spitze in ihrem Lauf  vor ihren stärksten Widersacherinnen Yvonne Conrad und Vera Kilian-Siebert. Nach zwei Kilometer wurde sie dann abgelöst, aber die Polizeikommissarin blieb immer unter den ersten drei. Die 3000 m Marke passierte sie nach 10:47 Minuten. Noch bevor sie in die letzte Runde einbog war eigentlich  klar, dass die 18 Minutengrenze fallen würde. In einem begeisternden Endspurt mit dem Vellmaraner Osman gelang dies mit 17:54,9 Minuten erstmals und als zweite PSVerin nach Stefanie Wiesmair in diesem Jahr, die vor Wochen in Pfungstadt 17:39,17 Minuten lief. „Ich bin total happy. Heute Abend wird noch eine Flasche Sekt aufgemacht. Nun freue ich mich auf mein Rennen in New York mit dem Hessischen Frauenteam beim JP Morgan Finale, “ ließ die Kämpferin verlauten. Man sah ihr ihre große Freude sichtlich an.

Ein starkes Rennen lief auch die sich auf die Polizeieuropameisterschaften vorbereitende Yvonne Conrad, die sich mit 18:00,7 Minuten auf Platz zwei der Frauenwertung schob.  

Schon auf Platz vier kam die Frauenärztin Astrid Bardenheuer nach 18:31,3 Minuten über die Ziellinie.“ Ich konnte zu Beginn überhaupt kein Tempo aufnehmen. Selbst meine intensive Einlaufarbeit hat heute nichts genutzt. Mit der Zeit bin ich aber durchaus zufrieden, “ war die erste Reaktion im Ziel.

Gleich um 40 Sekunden auf 22:15,0 Minuten verbessert sich Ilse Gutschank, die in den letzten Wochen größten Stress bei der Abwicklung ihrer in Insolventes  gegangenen Firma ausgesetzt war.  „Diese Wettkämpfe  brauche ich, um meine Probleme zu bewältigen“, begründete die Kaufungerin ihren Leistungsanstieg.

Bei den PSV-Männern ragten die 17:12 Minuten des B Jugendlichen Uwe Messerschmidt in seinem ersten 5000 m Bahnlauf heraus. Angefeuert von seinem Vater spulte der  kleine Blonde aus Söhrewald im Stil eines Routinier  die zwölfeinhalb Runden ab.

Helmut Schulhauser mit erstklassigen 20:11 Minuten für einen 64 jährigen und Wilfried Ebhardt mit 20:43,1 Minuten siegten in ihren Altersklassen. Norbert Werner, nun in der M 40 startend,  blieb mit 18:50 Minuten in seinem anvisierten Bereich.

Bewunderung erfährt immer wieder das PSV-Neumitglied Bernd Albrecht für seine Barfussläufe. Diesmal legte der Schwalmstädter die Strecke exakt in den vorausgesagten 22:45,2 Minuten zurück. Damit gewann er die M 65 vor Wolfgang Hoppe, der diesmal bewusst lockerer gelaufen war.

Kurz vor den beiden einlaufend freute sich Sprinter Peter Rahmlow über 22:44,7 Minuten. Mit seiner Aussage. „Vielleicht bin ich doch noch  trainierbar“, versuchte sich der Versicherungskaufmann von einem tiefenpsychologischen Problem zu befreien.

Am nächsten Mittwoch wird die Niestetaler Laufserie mit den 10000 m beendet.
Die näheren Ergebnisse sind unter www.tsv-heiligenrode.de nachzulesen

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