Hessische Berglaufmeisterschaften am Meißner

Vizemeistertitel für Stefanie Wiesmair, Jürgen Wagner und die PSV-Teams

Die Hessischen Berglaufmeisterschaften veranstaltete der Ski-Club Meißner auf der erprobten Strecke zum Meißner. Ca. 100 Athleten stellten sich dem Starter in Meißner-Abterode.

Die anspruchsvolle Strecke über 7,4 km mit 470 Höhenmetern und teilweise über 10 % Steigung auf einem Kilometer stellte gute Kletteranforderungen an die Bergläufer.

Beim PSV Grün-Weiß Kassel war der Stellenwert des Berglaufes nach dem vierfachen Titelgewinn bei den Hess.Halbmarathonmeisterschaften , dem guten Ergebnis  bei den deutschen Straßenmeisterschaften in Regensburg, der Vorbereitung  auf die Deutsche Marathonmeisterschaften in München und dem JP Morgan - Finale in New York niedriger  angesetzt. Die zehn angetretenen PSVer schlugen sich aber äußerst achtbar.

Warum eigentlich der überlegene Sieger dieser Meisterschaft der B-Jugendliche Musa Roba (TV Gelnhausen) vom Verfasser des HNA-Berichtes vom 19.9. nicht erwähnt wurde bleibt nur dessen Geheimnis. Der gebürtige Äthiopier zeigte den verhalten anlaufenden hessischen Ausdauerspezialisten ihre Grenzen auf. Mit einem Vorsprung von 1:42 Minuten gab Roba eine Gala-Vorstellung  für die Zuschauer. Nur dem Umstand das der Gelnhäuser noch der B-Jugend angehört, hat es Heiko Baier (LG Fulda) zu verdanken, dass ihm die angestrebte Titelverteidigung gelang. Vizemeister Kessler (LG Baunatal/Fuldabrück) lag gar zwei Minuten zurück.

Bester PSV war dann Jürgen Wagner, der in der M 35 mit knapp drei Minuten hinter der Spitze einkam. In seiner Klasse sprang mit nur vier Sekunden Rückstand hinter dem Franzosen Eric Le Mercier (LG Brechen) die Vizemeisterschaft heraus. Auch mit dem Team M 30/35, gemeinsam mit Matthias Jahnke (3. M30) und Kai Uwe Dittrich (4. M 35) gelang der Sprung auf das Treppchen (Platz 2).

Leider fiel Uwe Westphal kurzfristig für die M 50/55 aus, so dass der tapfer kämpfende Wilfried Ebhardt das Team vervollständigte. „Ich musste an der steilsten Stelle gehen. Meinen inneren Schweinehund, der mich zur Aufgabe aufforderte,  habe ich nur dadurch besiegen können, dass ich mir immer wieder die Teamwertung vor Augen vorstellte, “ nannte der Ahnataler positive Gründe für seinem vierten Platz in der M 55.

 Martin Simon fühlte sich am Berg sichtlich wohl. Mit einigem Trainingsrückstand belastet, seigerte sich der Borkener gegenüber Fulda nun auf den dritten Platz,  zwei Plätze vor Wilfried Kahl. „Mein Respekt vor dem nordhessischen König der Berge war einfach zu groß. Beim Herkules-Berglauf werde ich stärker angreifen, “ kommentierte der HR-Mitarbeiter.

Beständig,  wie eigentlich immer, lief unser ältester Teilnehmer, der 65jährige Theo Hohmann seinen Part. Als Vierter konnte er den starken LG-Läufern Dittmar und Burkhardt keine Paroli bieten. „Immerhin bin ich aber innerhalb von fünfzig Sekunden nach dem Sieger ins Ziel gekommen. Regensburg steckte mir heute noch in den Beinen, “ war die realistische Einschätzung des Harleshäusers.

Auch bei den Frauen stahl eine Jugendliche den Etablierten die Schau. Die Hanauerin Kerstin Straub gilt als Bergspezialistin, gehört noch der weiblichen Jugend A an, wurde aber in die Juniorenklasse hoch gemeldet, gewann souverän mit einer Minutevorsprung die Bergkrone.

Stefanie Wiesmair meldet zum Ausklang einer für sie äußerst erfolgreichen Saison noch  nach. In der ersten flacheren Passage lief sie an der Spitze, als dann nach der Mitte der Distanz die Streckenschwierigkeiten zu nahmen, musste sie die Südhessin ziehen lassen.

Ihre Vizemeisterschaft war aber im weiteren Verlauf ungefährdet. „Eigentlich hat es mir heute Spaß gemacht. Ich merke aber jetzt den Kraftverlust, nach einer langen Saison, deren Höhepunkt für mich der Halbmarathonsieg beim Rennsteiglauf war. Jetzt mache ich erstmal richtig Pause, “ bemerkte die Bad Salzungerin im Gespräch mit ihrer Vereinskameradin Monika Wöhleke, die nach einer langen Verletzungspause endlich schmerzfrei laufen konnte.  „Ich verdanken meinen guten Zustand der Behandlung von Karl Seiffert. Für das kommende Jahr, wenn ich in die W 50 aufsteige, gibt es jetzt wieder eine Perspektive, “ klang die zuversichtliche Aussage der Dauerbrennerin.

Leider war der Frauen Wettbewerb mit 24 Finisherinnen schwach besetzt.

Die einzelnen Ergebnisse können unter www.ski-club-meissner.de nachgelesen werden.

 

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