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Vizemeistertitel
für unsere Ladies Die deutschen Straßenlaufmeisterschaften
über 10 km fand im Umfeld des Papstbesuchs in der Oberpfälzer Hauptstadt
Regensburg, glänzende von
der LG Domspitzmilch Regensburg organisiert, auf einem ein
Kilometerrundkurs statt Nach
dem Ausfall zahlreicher Leistungsträger stand letztlich Jörn Harland im
Männerlauf als einziger Läufer des PSV Grün-Weiß Kassel am Start des
Elitefeldes. Der 25jährige hatte sich vorgenommen frei zulaufen. Ohne Rücksichtsnahme
auf eine Teamleistung wollte Jörn auch etwas riskieren. Im hundertköpfigen
Feld marschierte der Gelnhäuser auch im ersten Drittel mit. Nach 15:35
Minuten schien sein Ziel unter 31 Minuten zu laufen auch noch realistisch.
Dann erwischte er aber eine Läufergruppe, die die nächsten drei
Kilometer zu stark auf abwarten lief. Auch ein schneller letzter Kilometer
verändert dran nichts mehr. Mit 31:32 Minuten lief Harland immerhin als
23. Jahresbestzeit. Nach dem Fuldaer Zelalem Martel kam er auch als
zweibester hessischer Läufer ins Ziel. Sein Kommentar traf ins Schwarze:
„ Heute war mehr drin. Ich fühle mich sehr gut, aber irgendwo
fehlt mir der letzte Mut noch mehr zu riskieren. In den nächsten Rennen
werde ich es nochmals versuchen!“ Harland
hatte eigentlich auch ein Vorbild an diesem Tag: Das starke PSV-Frauen
Sextett gab zuvor bereits eine
Steilvorlage. Von den zahlreichen Halbmarathonläufe etwas müde gelaufen
kämpfte Stefanie Wiesmair mit Bravour gegen die nationale Elite. Bis zur Halbzeit
lag sie mit 18:28 Minuten noch auf Kurs unter 37 Minuten. “Ich spürte
doch meine Beine vom letzten Sonntag, als sich in Fulda eine 1:24 Stunden
lief. Im nächsten Jahr muss ich die Unterdistanzen ernster nehmen, “
lautete dann auch die kritische Analyse der Bad Salzungerin. Aber die
37:31 Min. als fünftbeste Hessin können sich durchaus für den
Laufeinsteiger sehen lassen. Im
Windschatten von Stefanie lieferte die 1500 m Landesmeisterin Ellen Weber
die eigentliche Überraschung. Gleichmäßig ohne irgendeinen zeitlichen
Einbruch drehte sie die neun Runden und steigerte sich gegenüber ihrer
bisherigen Bestzeit um eine Minute auf tolle 37:55 Minuten. Die
Handballerin wird immer mehr zu einer „echten“ Läuferin. Die
Ernsthaftigkeit ihrer Trainingsbemühungen zahlt sich aus. Direkt
von einem Badmintonturnier in Belgien kommend ging die 29jährige
Wiesbadenerin Stefanie Struschka an den Start. Lange lief sie mit Astrid
Bardenheuer im Rennen zusammen. Bei 7 km verlor die Frauenärztin
den Anschluss an die Polizeikommissarin. Allerdings konnte dann
auch Stefanie Struschka nicht mehr entscheidend Boden nach vorn gewinnen.
Mit ihren 39:12 Stunden war die Wiesbadenerin unter dem Einbezug ihrer
Vorgeschichte nicht unzufrieden. Astrid Bardenheuer blieb erstmals in
diesem Jahr unter 40:00 Min. „Meine 39:29 Minuten überraschen mich
schon. Natürlich freue ich mich über den dritten Platz in der W 45;“
meinte die Fuldatalerin. Es kam übrigens zu einem Familientreff der
Bardenheuers. Wie zu Jugendzeiten betreute der stolze Vater Bardenheuer
seine beiden Töchter Astrid und Christiane (die in Weiden/Oberpfalz)
lebt. Der Jubel kannte dann bei den
PSV-Ladies keine Grenzen als Monika Woehleke (43:47 Minuten) und Ilse
Gutschank (46:29 Minuten) das Ziel erreichten und die Vizemeisterschaft
mit nur 17 Sekunden Rückstand feststand. Besonders Monika, die erst am
Tag zuvor für die erkrankte Ute Fischenich auf den Regensburgzug
aufsprang, trauerte die durch eine hartnäckige Verletzungszeit
hervorgerufene Trainingsausfallzeit nach. Ilse war als Sechste auf dem
Siegespodium total happy und verteilte gleich an ihre Konkurrentinnen
Ausschreibungen des Kassel-Marathons für eine mögliche Wiedersehensfeier
beim großen überregionalen Event im kommenden Jahr. Die
Oldies M 60 und M 65 bei den Männern gaben alles. Die Sonne gegen 12:30
Uhr ließ keinen Schatten aufkommen. Helmut Schulhauser, der als erster
des Trios das Ziel nach 42:56 Minuten erreichte, musste
auch ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Stand aber bei der Siegerehrung
dann wieder seinen Mann. Der 65jährige Theo Hohmann (44:43 Min) und der
Ahnataler Imkermeister Günter Siebrecht (47:33 Minuten) stellten sich
voll in den Dienst des Teams. Nach dem zweiten Platz von Otterndorf im
letzten Jahr blieb diesmal ohne Klaus Kropsch und
Dittrich Tänzer der fünfte Platz in der Teamwertung. An
einem Tag, an dem der Papst Bayern besuchte, war
Regensburg eine Reise wert. Für den Kassel-Marathon warb das Team
erstmals mit einem kleinen Messestand. Weitere
Ergebnisse siehe www.Leichtathletik.de Einige Schnappschüsse aus Regensburg |
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