Hessische Straßenmeisterschaften
Harland Hessenmeister, Wiesmair Dritte, 
Frauen-Team Zweite
 

Die Hessischen Straßenlaufmeisterschaften über 10 km  richtete  Blau-Gelb Marburg auf einem schnellen 1250 m Rundkurs um die Marburger Stadthalle aus.

Kühle Temperaturen förderten die Ausdauerleistungen erheblich.

Zu nächste stellten sich die Frauen und die Männer über 50 Jahre dem Starter. Dass die „Marathon-Queen“ Katrin Dörre-Heinig (LG Fulda) den Titel in 36:22 Min. erlief verwunderte keinen der Fachleute. Aber wie die PSVerin Stefanie Wiesmair von Runde zu Runde ihr hohes Tempo in der direkten Verfolgung von Dörre-Heinig hielt, forderte  starken Respekt ab. Die 26jährige Bad Salzungerin steigerte sich gegenüber ihrer Leistung von Breitenbach um eine ganze Minute. Lediglich in der Endphase musste die Dipl. Kauffrau noch die Frankfurterin Hojeskiefken vorbeiziehen lassen. „Ich habe leider im Endspurt nichts mehr dagegen setzen können. Aber der Lauf hat mir viel Motivation für meine nächsten Ziele, dem Kasseler Citylauf und Rennsteiglauf gegeben“, blickte die sympathische Thüringerin schon auf die kommenden Ereignisse.

Für die Teamwertung sah es zu nächst gut aus. Lagen doch mit Ellen Weber und Stefanie Struscka zwei weitere PSVerin in einer kompakten Verfolgergruppe. Leider zwangen starke Seitenstiche  Ellen Weber nach sechs Kilometer zur Aufgabe. Damit wurde der Weg frei zum Titelgewinn für  Spiridon Frankfurt.  Astrid Bardenheuer versuchte nun  mit einer Tempoverschärfung  den Ausfall von Weber zu kompensieren. Die PSVerinnen zeigten beachtlichen Kampfgeist der letztlich mit einem zweiten Platz belohnt wurde. „Es war zum Ende teuflisch hart. Normalerweise kann ich nochmals steigern, diesmal lief es zäh, “ äußerte sich Stefanie Struschka im Ziel. Als Achte in 38:45 Minuten zeigte die bundesdeutsche Badmintonspitzenspielerin die erwartet gute Leistung.

 

 „Als ich vom Trainer hörte, dass Ellen Weber ausgestiegen sei und ich nun für das Team laufen musste, glaubt  ich zunächst an einen psychologischen Trick.  Dann legte ich aber nochmals zu, “ beschrieb die 46jährige Ärztin die entscheidende Rennsituation. Mit 40:40 Minuten als Dritte der W 45 Wertung sicherte sie den zweiten Team-Platz.

 

In dem Feld der Frauen bewegten sich mit viel Spaß die beiden PSVer Oldies Theo Hohmann als Vierter der M 65 in 45:17 Minuten.  und Günther Siebrecht in der M 60 als 14. in 48:02 Minuten ohne einen dritten Mann für die Teamwertung. Somit blieb das erfolgsverwöhnte

M 60 Team erstmals nach langer Zeit ohne Medaille.

Der PSV war diesmal bei den Männern nur mit zwei Athleten vertreten. Der 25jährige Jörn Harland hielt die grün-weißen Farben hoch. Er nutze seine Chance. Klug taktierend war er immer auf der Höhe des Geschehens. Eine zehnköpfige Spitzengruppe schmolz immer mehr zusammen. Auf den letzten Kilometer hatte er nur noch den Obervorschützer Michael Wagner, der einen überraschend starken Eindruck machte, als Begleiter. Auf der Zielgeraden setzte er sich leicht ab und gewann in 31:36 Minuten. Harland analysierte seine Gesamtsituation realistisch:  „ Es kam mir heute entgegen, dass ich eigentlich kontrolliert mitlaufen konnte. Training, Arbeit  und Studium belasten mich derzeit doch erheblich. Ich kann im Moment im Wettkampf nicht alles abrufen, daher bin ich sehr zu frieden. Nun freue ich mich auf den Kasseler Citylauf.“  

Der zweite PSVer, der M 45er Dr. Thomas Reidick zeigte sich zu letzt stark verbessert und passierte die Hälfte nach 17:39 Minuten. Bedauern, aber auch Zufriedenheit klang aus den Äußerungen des 46jährigen Kieferchirurgen bei der Siegerehrung: „Schade, zu gern hätte ich heute die 36 Minuten-Marke geknackt. Gegenüber Breitenbach habe ich mit um fasst zwei Minuten gesteigert! “ Er belegt einen sechsten Platz in persönlicher Bestzeit von 36:07 Minuten.

Die Ergebnisse sind unter www.hlv.de/Ergebnisse nachzulesen.

Zurück zur Newsübersicht