Deutsche Crossmeisterschaften 
Harland und Brantsch überzeugen auf der Langstrecke

Nur sechs Tage nach den hessischen Crossmeisterschaften in Trebur starteten nur fünf PSVer bei den Deutschen Crossmeisterschaften in Regensburg. Der Crossparcour  forderte von den ca. 1000 Teilnehmer alles ab. Von Rennen zu Rennen wurde das Geläuf sumpfiger. Bis auf wenige Passage liefen die Athleten auf dem 1400 m Rundkurs im Sportzentrum der Universität durch Eiswasser.

Bereits beim ersten Start der M 60 hatten die Oldies zu kämpfen. Für den PSV trat lediglich Helmut Schulhauser an. Erstmals seit Ohrdruf 2005 traten die erfolgsverwöhnten M 60er nicht als Team auf. Der 62jährige Vermessungstechniker nutzte den Cross als letzten Härtetest vor den in Linz/Österreich stattfindenden Hallenweltmeisterschaften der Senioren. Gegenüber den Titelkämpfen von Darmstadt verbesserte er sich um drei Positionen auf Platz acht. „Schade, dass ich heute allein den Kampf im Cross aufnehmen musste. Ich bin nun hoch motiviert für Linz, “ blickte er Läufer mit dem großen Kämpferherz in die nahe Zukunft.

Im zweiten Lauf der Klassen M 50/55 vertrat Alfons Schmid die grün-weißen Farben. Der Grafenauer wollte seine Scharte von Darmstadt auswetzen. Der 61jährige Dachdeckermeister verblüffte sogar den mehrfachen deutschen Meister Peter Kiefl, der sich erst kurz vor dem Ziel noch an ihm vorbei schob. „Meine Formkurve steigt weiter an, mit meinem heutigen 19. Platz muss ich zufrieden sein. Mit Wilfried Kahl und Martin Simon strebe ich nun zielgerichtet die deutschen Halbmarathonmeisterschaften in Herten-Berlich an, “ gab der schnauzbärtige Bayer im Ziel eine erste Einschätzung ab.

Erstmals unterzog sich der 17jährige Till Ojciec bei der männlichen Jugend A einer harten Crossaufgabe über 5,9 km. Mit seinem 60. Platz unter 129 Teilnehmer sammelte der Ahnataler wertvolle Erfahrungen. „Ich wusste gar nicht, dass Cross so anstrengend sein kann. Ich bin durch diese Veranstaltung weiter motiviert worden auch noch zielgerichteter zu trainieren, “ äußerte er sich gegenüber seinem Vereinsvorbild Jörn Harland nach dessen Langstreckenlauf.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete traditionell der Langstreckenlauf der Männer über 9.8 km.

Die 54 Läufer kämpften und quälten sich über die Runden. Vom Startweg übernahm der Tübinger Sebastian Hallmann die Spitze,  dicht gefolgt von seinem Vereinskameraden Arne Gabius. So lautete letztlich auch der Zieleinlauf.

Im Feld waren die beiden PSVer Jörn Harland und Klaus Brantsch dabei. Von Runde zu Runde schoben sich beide nach vorn. Jörn Harland lief nach der Hälfte erstmals auf Platz 20,  den er kämpferisch toll aufgelegt, immer weiter verbesserte. Teilweise bis zu den Waden lief die Athleten im Eiswasser. Während Klaus Brantsch, an seinem 36. Geburtstag,  zu diesem Zeitpunkt um den 30. Platz lief. Beide machten dann Platz um Platz gut. Jörn Harland lief in der letzten Runde sogar dicht an den Titelverteidiger Jens Bormann (Leipzig) heran.  Auf den letzten 200 m, einem Zielhügel hinauf, erkämpfte sich der Gelnhäuser einen vorher nicht erwarteten 14. Platz, gegenüber dem Vorjahr um elf Plätze verbessernd,  nur zwei Sekunden hinter Borrmann. Beide waren sich in der Beurteilung einig und Klaus Brantsch unterstrich: “Ein brutaler Cross,  der heute von uns alles abverlangte. Nur sechs Tage nach unserem Erfolg von Trebur fehlte etwas die Frische. Es war schade, dass Jürgen Austin-Kerl aus familiären Gründen kurzfristig absagen musste. Wir haben dafür aber  volles Verständnis. Eine Medaille war im Bereich des Möglichen. Jetzt setzen wir mit unserer Vorbereitung voll auf die Deutsche Halbmarathonmeisterschaften in zwei Wochen!“

Die Dichte der Meisterschaften setzt auch für die Ausdauersportler des PSV Grenzen und verlangt die Konzentration auf wenige wichtige Meetings. Dies war letztlich auch die Voraussetzung für die ausgezeichnete Darstellung letzte Woche in Trebur.

Bereits im September wird sich die deutsche Langstreckenszene wieder in Regensburg zur 10 km Straßenlaufmeisterschaft treffen.

Ergebnisse sind eingestellt in www.Leichtathletik.de. Wer sich ein Bild von der Schwere des Crosslaufes  machen möchte,  kann unter www.Lg-Regensburg.de in der Bildergalerie Betrachtungen anstellen

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