Jugendlicher Till Ojciec gewinnt in Ippinghausen

Der letzte Lauf der Winterlaufserie in Ippinghausen stand wie die beiden vorherigen Läufe unter den starken Winterwettereinwirkungen. Auf den durchwegs schneebedeckten  Wegen stellten sich immerhin noch 159 Dauerleister dem Starter. Der 17jährige PSVer Till Ojciec, aus dem Ahnataler Ortsteil Weimar,  bestach erneut durch seinen Kampfgeist und siegte auf der 4,2 km Strecke ein weiters Mal mit 16:11 Minuten, dabei blieb er drei Sekunden vor dem in der Hauptklasse startenden Melsunger Daniel Blumenstein. „Heute habe ich noch die Hügelläufe vom gestrigen Tag gemerkt. Ich glaube ich werde jetzt doch noch zielgerichteter trainieren. Am kommenden Sonntag bin ich gespannt, wie ich mich bei den Landescrossmeisterschaften in Trebur schlagen werde, “ blickte der Schüler schon wieder in die Zukunft. Der deutsche Vizemeister der Senioren M 35 über 1500 m  Oliver Degenhardt nutzte den Lauf als ein Tempodauerlauf in Vorbereitung auf die Seniorenhallenweltmeisterschaften im kommenden Monat in Linz/Österreich und begnügte sich in 16:37 Minuten mit dem dritten Platz. Die Stärken der M 60 - Senioren des PSV sind hinreichend bekannt. Daher war es keine besondere Überraschung, dass der 65jährige Theo Hohmann auch den vierten Lauf in 21:39 Minuten deutlich für sich entscheiden konnte. „Ich bin mit dem schneebedeckten Boden gut zu Recht gekommen. Zuletzt habe ich oft auf Skiern trainiert, dadurch habe ich auch zum Schnee die richtige Beziehung aufgebaut, “ begründet mit einem Schmunzeln auf den Lippen der Harleshäuser seinen Durchmarsch. Über die 15 km Strecke nahmen eine Woche vor den Landescrossmeisterschaften nur sechs PSVer die Startgelegenheit wahr. In der M 30 überzeugte der Triathlet Frank Schulenburg eine Woche nach dem Portugallehrgang mit einem neunten Platz in respektabeln 1:06:45 Stunden. Feyzi Ari nahm alle Serienläufe unter seine Füße und war auch diesmal mit seinen erzielten 1:09:35 Stunden und dem sechsten Platz in der M 40 nicht unzufrieden. Zur Absicherung seiner Platzierung in der Gesamtwertung trat auch  Heilpraktiker Rainer Jöhnk in der M 50 an. In der stark besetzten Klasse sprang ein zehnter Platz in 1:22:49 Stunden heraus. Während der verletzungsbedingter  Abwesenheit von Klaus Kropsch vertraten Jürgen Döring als 5. in 1:34:33 Stunden und Horst Hilmes als 7.  in 1:38:37 Stunden  das PSV-Team M 60. Der Niestetaler Mediziner bewältigte damit auch alle vier Läufe.  

Bei der im Anschluss an den letzten Lauf durchgeführten Siegerehrung stellte der PSV fünf Gesamtsieger. Die 4,2 km Strecke bei den Männer und bei der Jugend gewann überraschend der Jugendliche Till Ojciec in 48:08 Minuten  mit einer Minute Vorsprung vor dem Obervorschützer Peter Hildebrandt und dem Melsunger Daniel Blumenstein. Theo Hohmann  freute sich über seinen überlegen Sieg in der M 60 nach 1:02:32 Stunden. Damit waren beide Strecken bei der M 60 in den Händen der Polizeisportler.

Auch bei den Frauen stand die Siegerin mit Ellen Weber bereits nach dem dritten Lauf fest. Ihre 56:40 Minuten erreichte keiner ihrer Konkurrentinnen auch nur annähernd.

Die 15 km Wertungen entschieden der Neu-Obervorschützer Skalski, in Abwesenheit des PSVer Markus Müller, der verletzungsbedingt seine Siegeschance nicht wahrnehmen konnte und die Kasselerin Karin Severin-Lenz, die ebenfalls für den TV Obervorschütz startet,  zu ihren Gunsten. Klaus Kropsch, der beim letzten Lauf auf einer Eisplatte ausrutsche und zu Sturz kam, muss diesmal zuschauen, wurde aber durch seinen Gesamtsieg in der M 60 in 3:26:26 Stunden entschädigt. Wir wünschen dem 61jährigen leistungsstarken Rentner von hieraus baldige Genesung.  

Die Ippinghäuser Winterlaufserie litt in diesem Jahr insgesamt unter den winterlichen Bedingungen, die beim Veranstalter einen gesteigerten persönlichen Einsatz erforderlich machte und  von der nordhessischen Laufszene noch mehr Kraftausdauer abverlangt. Der Veranstalter konnte in seiner diesjährigen Analyse  332  verschiedene Starter verzeichnen. Der Anteil der Frauen mit 28,1 %, 44 Frauen über 15 km und 27 über die 4,2 km  überrascht angenehm.  Die Relation zum starken Geschlecht mit 181 Männern über 15 km und 71 auf der Mitteldistanz zeigt, dass die Frauen auch in der nordhessischen Region im Vormarsch sind.

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