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Winterlaufserie in Ippinghausen
Ellen Weber, Till Ojciec, Andreas Fischer und Theo Hohmann siegreich
Eine Absage des 3. Serienlaufes des TSV Ippinghausen hätte keinen
verwundert. Vereiste Streckenabschnitte stellten durchaus eine gefährliche
Situation für die Akteure dar. Letztlich entschied der Veranstalter sich
für die Durchführung und 158 Dauerleister, darunter sieben PSVer
erreichten mehr oder minder unverletzt das Ziel. Glück gehabt, könnte
man sagen. Des gilt vielleicht nicht für den PSVer Klaus Kropsch, der
deutsche Crossvizemeister in der M 60
stürzte auf dem letzten Teilstück vor dem Ziel. Die vorsichtiger
Laufweise schützte den 61jährigen nicht. Er erlitt eine Platzwunde,
Beule am Kopf und noch größere Knieprobleme, die für die nächsten Tage
zu einer Trainingseinschränkung führen werden.
Erstaunlich sogar das einige Athleten Bestzeiten liefen. Auf der 15
km Strecke lief Vorjahressieger Paul Skalski äußerst vorsichtig und kam
nur als Vierter über die Ziellinie. Fast eine Minute, nach 53: 52
Minuten, betrug der Vorsprung von Markus Müller (OSC Kassel) vor dem PSV
Andreas Fischer. Dem
Orientierungsläufer schien die Streckenproblematik nichts anzuhaben.
Versunken in die antreibende Musik aus seinem Kopfhörer spulte der
Kaufunger seinen Part im profilierten Gelände ab. Fast drei Minuten
schneller und damit seine wiederhergestellte Leistungskraft demonstrierte
der Zweitplatzierte Andreas Fischer. Der
Polizeioberkommissar wird nun in einem weiteren 14tägigen Trainingslager
in Portugal seiner klar umrissenen Vorstellung nachgehen.
„In Trebur (HLV-Cross) und Regensburg (DM-Cross)
möchte ich in das PSV-Team mit Jürgen Kerl-Austin, Jörn Harland,
Alex Merkel, Klaus Brantsch und Matthias Jahnke. Ich möchte meinen
Beitrag für ein erfolgreiches Abschneiden bei den Meisterschaften
abliefen“, formulierte der Osthesse seine persönliche Zielvorgabe. In
den letzten Wochen erstaunt die Leistungsentwicklung des Neu-PSVer Frank
Schulenburg. Zielstrebig auf den Ironman in Frankfurt/M hintrainierend,
steigert sich der Fuldabrücker
gegenüber dem ersten Lauf im November diesmal als 10. der M 30 um
fünf Minuten auf 1:06:33 Stunden. Feszi Ari diesmal
10. der M 40 riskierte
diesmal nichts. Nur wenig später humpelte der Unglückrabe Klaus
Kropsch, der trotz des Malheurs die M 60 mit drei Minuten Vorsprung nach
1:09:59 Stunden gewann, über die Ziellinie. Das Leichtgewicht hat bereits
jetzt den Gesamtsieg vor dem Abschlußlauf im Februar sicher. Der 63jährige
Mediziner Horst Hilmes ließ es da mit 1:45:00 Stunden als Fünfter der M
60 lockerer angehen.
„Ich
muss doch öfters in den Ski-Urlaub fahren“, war die
erste Reaktion von Ellen Weber, der Siegerin über 4 km.
Die PSVerin lief ohne ernsthafte Konkurrenz und war basserstaunt über
ihre Zeit von 18:32 Minuten. „Bisher war ich noch nie so schnell auf dem
Kurs in Ippinghausen!“ die Rotenburger machte es Klaus Kropsch nach und
besiegelte den Gesamtsieg.
Zweimal
bereits beherrschte der 18jährige Till Ojciec die Mittelstrecke. Diesmal
musste er trotz schnellster
bisheriger Zeit in 15:50 Minuten dem der Hauptklasse angehörenden
Spangenberger Rene Hördemann
den Vortritt lassen. Der
Ahnataler tröstete sich mit dem deutlichen
Jugendsieg. Auch sein Vater Wolfram scheute sich nach einem alpinen
Skiurlaub nicht die Laufschuhe zu schnüren, mit 24:20 Minuten belegte
er den sieben Platz in der M
40. Vor dem letzten Lauf im
Februar ließ auch der 65 jährige Theo Hohmann nichts anbrennen
Nach 21:11 Minuten gelang dem Bundespolizeipensionär der Hattrick.
Der dritte Einzelsieg bedeutet zugleich den Seriensieg.
Und
wo waren die anderen PSVer? Fünf zu mindestens von ihnen verrichteten
Schwerstarbeit und halfen beim Umzug ihres Vereinskameraden Alex Merkel
von Fuldatal nach Meckenheim. Kraftausdauertraining einmal anders
organisiert. Wenn sich dies nicht für die nächsten Crossläufe auswirkt?
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