Fremdgegangen - mit der eigenen Frau
Als treuer Teilnehmer des E.ON Mitte Kassel Marathon der ersten Stunde bin ich am 02. Oktober 2011 fremdgegangen, oder besser gesagt fremdgelaufen.

Nachdem
ich den Halbmarathon im Mai in Kassel nicht wie geplant unter 2 Stunden,
sondern in 02:07 Stunden abgeschlossen hatte, sollte nun in Köln das
Ziel erneut in Angriff genommen werden. Meine Frau Sylvia wollte bei der
Gelegenheit die 02:16 Stunden vom Mai verbessern. Bei blauem Himmel und
Sonnenschein ging es also am 01.10. per Bahn nach Kölle. Sollte unser
Hotel „Heinzelmännchen“ ein gutes Omen sein?
Es lag in jedem Fall direkt an der Laufstrecke. Das Frühstück am
Lauf-Sonntag sollte schwierig werden.
Alle anderen Hotelgäste laufen Marathon und starten erst um 11:30 Uhr,
nur wir mussten um 08:30 Uhr am Start stehen. Wie man es sich in Köln
vorstellen kann, wird man während der gesamten Veranstaltung
überwiegend mit Karnevalsmusik berieselt. Entweder man mag es, oder
eben nicht.
Ich liebe es!
Und beim
Countdown zum Start haben bestimmt auch Karneval-Verweigerer bei dem
Lied der Höhner „Jetzt geht’s los, wir sind nicht mehr aufzuhalten“
Gänsehaut bekommen?! Der Lauf durch Köln war dann wirklich einfach
Klasse, ich habe mich gut gefühlt und konnte das geplante Tempo
problemlos halten.
Ehrlich gesagt kommt mir jedoch die Stimmung an der Strecke in Kassel
teilweise besser vor, aber am Rudolfplatz, an dem man drei Mal vorbei
kommt, war die absolute Hölle los.
Vielleicht war aber auch nur der zeitliche Abstand zum Marathon zu
groß, denn da war die Stimmung super (und die Temperatur deutlich über
20 Grad).
Und dann das Wichtigste: der Zieleinlauf! Ein zuversichtlicher Blick auf
die Uhr zeigt: jawoll, es hat geklappt! Mit 01:59:01 endlich unter 2
Stunden! Jedoch zeigt die zuverlässige Garmin 21,84 km, wo hab ich mich
da bloß verlaufen? Meine Frau Sylvia hat mit 02:07:06 ihr eigenes
Zeitziel auch mehr als erreicht.
Der Vater des Erfolgs heißt Friedrich „Frieder“ Iffert, Leiter des
Trainingsstützpunktes Kassel, der uns beim wöchentlichen Tempotraining
gut vorbereitet hat.
Zur Belohnung gab es dann am Abend noch lecker Kölsch .
