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Jörn Harland gewinnt Brüder-Grimm-Lauf (mikü) Es sind diese ganz besonderen Herausforderungen, denen sich Läuferinnen und Läufer immer wieder stellen. Der Brüder-Grimm-Lauf von Hanau nach Steinau ist eine davon: fünf Etappen an drei Tagen über insgesamt 81,3 km. Jörn Harland vom PSV Grün-Weiß Kassel hat diesen Lauf jetzt gewonnen – und einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Zufrieden, aber am Ende
doch ziemlich platt, zog der Deutsche Halbmarathon-Mannschaftsmeister
nach anstrengenden drei Tagen Bilanz: „Ich konnte meine Qualitäten
auf der Straße ausspielen." Auch wenn am Schluss die Beine schwer
wurden. „Die letzten fünf, sechs Kilometer waren schwer. Da bin ich
in den sprichwörtlichen Tunnel gelaufen. So stelle ich mir den Hammer
vor, von dem man beim Marathon spricht", so der glückliche
Gesamtsieger. Kein Wunder, hatten es die beiden letzten Abschnitte am
Sonntag doch in sich. 16,8 km „Frau Holle-Etappe" und 18 km „Hänsel-
und Gretel-Etappe" als Finale mit einer kräftigen Steigung
verlangten dem 27-Jährigen nochmal alles ab. Doch Harland, der in
Wiesbaden wohnt und bei der Volkshochschule in Hofheim (Taunus)
arbeitet, gewann diese beiden Etappen ebenso wie die drei zuvor. Bei den
ersten vier Etappen blieb er jeweils als Sieger unter einer Stunde. Auf
der „Rotkäppchen-Etappe" zum Start am Freitag von Hanau nach
Nieder-Rodenbach benötigte Harland für 15,5 km 50:41 Minuten, die „Dornröschen-Etappe"
über 14 km (Samstag) von Nieder-Rodenbach nach Neuenhaßlau gewann er
in 47:06 Minuten, auf der „Schneewittchen-Etappe" von
Niederhaßlau nach Gelnhausen (Heimspiel für ihn, ebenfalls am Samstag)
hatte der Zweite des Mainzer Halbmarathons in 52:33 Minuten die Nase
vorn (17 km). Den Gesamtsieg schon vor Augen, wurde er von Moderator
Jochen Heringhaus (der auch beim Kasseler Citylauf am 20. Juni mit von
der Partie ist) nochmals motiviert, denn die Zwischenzeit deutete auf
einen neuen Streckenrekord hin. Auf den beiden letzten Etappen am
Sonntag von Gelnhausen nach Wächtersbach und von dort nach Steinau
wollte Jörn Harland nicht mehr anbrennen lassen. Die Siegerzeiten von
58:12 und 1:01:18 reichten dann für die neue Bestmarke. In 4:29:50
Stunden blieb er nicht nur als erster Läufer in der 25-jährigen
Geschichte des beliebten Brüder-Grimm-Laufes unter 4:30 Stunden,
sondern verbesserte damit auch den bisherigen Streckenrekord von Andreas
Schur aus dem Jahr 1997 um fast genau sechs Minuten. „Der Lauf war
eine Super-Erfahrung", freute sich der PSV-Athlet nach seinem Sieg,
der an seine bisherigen Erfolge auf der Straße in diesem Jahr
anknüpft. Beim Brüder-Grimm-Lauf startete Gut „überstanden" haben den Brüder-Grimm-Lauf auch zwei „PSV-Ladies". Dauerläuferin Karin Severin-Lenz war als 15. bei den Frauen schnell unterwegs und setzte als Siebtplatzierte bei den Frauen auf der Schlussetappe ein Ausrufezeichen. In der Gesamtwertung landete sie in 6:24:47 Stunden auf Rang 155, in der W 40 kam sie auf einen schönen zehnten Platz. Als Zwölfte in der W 50 und 65. bei den Frauen (Gesamtplatz 368) hatte Ulrike Wernhard in 7:30: 24 Stunden ihr persönliches Erfolgserlebnis. Sie war wohl immer noch bestens motiviert vom Geburtstagständchen, das ihr die Fans beim E.ON Mitte Kassel Marathon (zugleich ihr 25. Marathon) gesungen hatten.
Siegte beim Brüder-Grimm-Lauf in neuer Streckenbestzeit: Jörn Harland. Foto: Rainer Illigmann
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